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Google AMP Pages und Facebook Instant Articles – So richtest du sie ein

Google und Facebook haben mit AMP Pages und Facebook Instant Articles eine neues Publishing-Format auf den Markt gebracht. In beiden Formaten soll der Inhalt in den Vordergrund gestellt werden und Ladezeiten sollen auf das Minimum heruntergebrochen werden. Warum diese Art des Publishings ganz groß werden wird und wie du es selbst einrichtest, erfährst du in diesem Artikel.

Was steckt hinter AMP Pages und Instant Articles?

Hinter beiden Angeboten stehen Technologien, die nur Texte und und Bilder erscheinen lassen. Alle anderen Gestaltungsmöglichkeiten werden entfernt bzw. sind nicht in dieser Darstellungsform erlaubt. Durch diese Art der Gestaltung ergeben sich starke Performance-Verbesserungen, die am Ende dem Nutzer zu Gute kommen sollen.

Hinter dieser Geschichte verbirgt sich aber auch einiges an Eigennutz. Google und Facebook möchten die Besucher auf ihren Plattformen halten. Bei Nutzung dieser Dienste müsst ihr nämlich bedenken, dass der Nutzer bei Facebook bleibt und nicht auf deine Seite weitergeleitet wird. Die Absprungrate von Diensten wir Facebook und Google sollen hierdurch deutlich geschmälert werden.

Ebenfalls versuchen beide Unternehmen mit AMP und Instant Articles, eine neue Form der Werbung bereitzustellen. Werbende Unternehmen können so deutlich mehr Informationen über ihr Produkt direkt in ihre Werbung packen und generieren somit ein deutlich größeres Interesse, als durch normale Banner-Werbung.

Ich habe mir bereits einige Werbeanzeigen, die mit Instant Articles umgesetzt wurden, auf Facebook angesehen und war positiv überrascht. Instant Articles hat sich super in Facebook integriert und macht die Werbeanzeigen deutlich hochwertiger.

Zusätzlich zu Unternehmen haben auch Nachrichten-Magazine wie zum Beispiel Welt.de eine Integration von Instant Articles umgesetzt. Nachrichten sind nach zwei Sekunden verfügbar und steigern das Interesse an derartigen Informationen.

Warum sollte ich AMP Pages und Instant Articles einsetzen?

AMP Pages und Instant Articles steigern das Interesse potentieller Leser an deinen Inhalten. Wenn du zum Beispiel einen Beitrag bei Facebook veröffentlichst, der sofort verfügbar ist, werden Besucher deutlich schneller ein “Gefällt mir” hinterlassen, als wenn sie erst auf deine Seite umgeleitet werden.

Zudem wird Google in naher Zukunft AMP Pages als Ranking-Faktor einführen. Das heißt für dich: Hast du AMP integriert, stehst du vor Konkurrenten, die diese Technik nicht im Einsatz haben. Ebenfalls werden AMP Pages bei Google hervorgehoben und steigern das Interesse bei deinen Lesern.

Wie richte ich AMP Pages und Instant Articles auf meinem WordPress Blog ein?

Bevor ich begonnen habe, diesen Artikel zu schreiben, habe ich mehrere Plugins getestet. Wenn ihr auf Google sucht, werdet ihr hierbei zunächst auf das Plugin PageFrog aufmerksam werden. Ich empfehle euch, von der Verwendung dieses Plugins abzusehen. Es verursacht einige Fehler und eine Realisierung ist ohne PageFrog deutlich einfacher. Deshalb habe ich auch die Einrichtung von Googles AMP Pages und Facebooks Instant Articles aufgeteilt.

Google AMP Pages

Für Google AMP Pages bietet Automattic – das Unternehmen hinter WordPress – ein nettes Plugin an. Das Plugin mit dem simplen Namen AMP ist extrem schnell eingerichtet. Klicke im Modul Plugins auf Installieren und suche nach dem Plugin in WordPress Plugin Directory. Nach dem Aktivieren ist das Plugin anschließend sofort einsatzbereit. Um die Ansicht zu testen, musst du einfach hinter die URL eines Artikels das Kürzel /amp/ hängen.

amp-yoast-plugin

Die nun bereitgestellte Ansicht lässt sich übrigens auch leicht an die eigene Designsprache anpassen. Da ich sowieso Yoast als SEO-Lösung nutze, habe ich mich hier für das Plugin Glue for Yoast SEO & AMP entschieden. Hier kannst du nicht nur auswählen, welche Art von Post Types du für AMP aktivieren möchtest. Wie gerade bereits erwähnt, hast du auch eingeschränkt die Möglichkeit, das Design an deine eigenen Wünsche anzupassen. Das Glue AMP Plugin verbindet sich weiterhin übrigens automatisch mit dem Yoast Google Analytics Plugin. Hast du diese nicht installiert, kannst du auch einen eigenen Analytics Code einfügen.

Facebook Instant Articles

Instant Articles von Facebook lässt sich ebenfalls mit einem Plugin von Automattic einrichten. Auch diese Plugin befindet sich bereits im WordPress Plugin Directory. Hier ist aber derzeit noch Vorsicht geboten. Das Plugin Facebook Instant Articles for WP ist derzeit noch in einer sehr experimentellen Phase und es wird sich noch einiges ändern. Genauso kannst du Anpassungen derzeit nur im Code selbst vornehmen und auch die Feed-URL lässt sich nur über die Konfigurations-Datei im Plugin-Ordner ändern. Das Problem dabei ist, dass diese Konfiguration nach jedem Update überschrieben wird.

Das Yoast-Team arbeitet aber auch hier bereits an einer Lösung und es wird nicht mehr lange dauern, bis es ein entsprechendes Plugin gibt, mit welchem du die Instant Articles-Ausgabe an deine Wünsche anpassen kannst.

Bei Facebook Instant Articles musst du außerdem beachten, dass das Feature noch nicht offiziell für alle Nutzer freigegeben wurde. Bis vor kurzem war es zwar noch möglich, sich über ein Formular als Beta-User zu registrieren, dieses steht dir jetzt aber nicht mehr zur Verfügung. Stattdessen weißt Facebook auf die F8 Konferenz am 12. April hin. Zu diesem Datum wird Instant Articles für alle Nutzer freigegeben.

Eine Verknüpfung mit deiner Facebook-Seite ist übrigens denkbar einfach. Wechsle hierfür einfach in die Beitragsoptionen deiner Facebook-Seite. Hier kannst du eine Feed-URL einrichten. Über diese werden anschließend XML-Informationen an Facebook übergeben, die Bilder und Text dann auf deiner Facebook-Seite erscheinen lassen.

Der Bereich zu Facebooks Instant Articles wird mit der Veröffentlichung von Instant Articles für alle Seiten-Betreiber nochmal überarbeitet. Vermutlich wird Facebook bis dahin noch einige Veränderungen bereithalten

Fazit

Ich bin der Meinung, dass sowohl AMP als auch Instant Articles in Zukunft eine große Rolle im News-Bereich spielen werden. Wie oben schon kurz erwähnt, wird Google irgendwann AMP als Ranking-Faktor bewerten und Instant Articles hat das Zeug dazu, Banner-Werbung bei Facebook abzulösen. Auch wenn Google und Facebook mit den Plattformen ganz sicher ihren Profit und die Klickrate erhöhen möchten, sehe ich auch große Vorteile für den Nutzer und für die Seitenbetreiber. Seitenbetreiber haben zumindest bei AMP die Möglichkeit, DoubleKlick-Werbung zu schalten. Außerdem werden Beiträge stärker hervorgehoben, was die Klickrate erhöht. Letztendlich haben aber auch die Endnutzer Vorteile von der Darstellungsform AMP und Instant Articles. Selbst in schwachen Netzen laden die Inhalte schnell und das Datenvolumen wird so wenig wie möglich angegriffen.

Die komprimierte Darstellungsform von Inhalten ist also eine Win-Win Situation für alle Beteiligten. Facebook und Google werden zwar den meisten Profit über Werbeanzeigen damit einsammeln. Trotzdem ist der Einsatz mehr als sinnvoll und ich freue mich darüber, Instant Articles und AMP in Zukunft wachsen zu sehen.

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